Donnerstag, 20. Oktober 2011
Duftendes Perron
Auf diesem Wege möchte ich allen Rauchern einmal danken. Es ist eine Wohltat dass ich morgens und abends am Bahnhofperron mitrauchen kann. So ein feines und filigranes Düftchen in der frischen Morgenluft das sich zu inhalieren lohnt, denn wenn man nicht rechtzeitig einen Atemzug erwischt könnte es sich von einem auf den andern Augenblick in Rauch auflösen! Oh eine Schande wäre das, wenn die frische Morgenluft nicht durch aromatische Düfte durchzogen wäre. Kleine weisse Wichte leben auch überall auf den Schienen, unter den Bänken oder direkt auf dem Perron. Einige waren unachtsam und liegen zerquetscht auf dem Perron, aber die meisten sind am leben und haben sich zu Gruppen zusammengetan um ein Feuer anzuzünden und den anderen Rauchzeichen zu übermitteln. Lustig wie sie doch alle verschiedene Muster bilden mit ihrer schieren Anzahl! Doch ich muss meinen Blick von der fröhlichen Gemeinschaft lösen, denn der Zug fährt ein. Im Zuge dann muss ich, der Raucher sei gepriesen, nicht verzichten denn die feine Priese bleibt ja im Gewande erhalten. Im Zuge selber dann die Abstinenz, es ist ein Graus! Ich muss mich zusammenreissen dass ich nicht zum jungen Herr ins Zugklo gehe der sich gerade mit der schmalen weissen vergnügt. Aber Gott sei Dank ist die Zeit im Zug nur von kurzer Dauer. Ich freue mich schon auf den Augenblick wenn gleich beim Aussteigen die Stengeli anfangen zu glühen und man im wohligen Nebel zum Ausgang schweben kann. Die Zeit im Büro ist hart und ich vermisse Euch alle! Aber zum Glück ist bald Abend ...
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